Der Konflikt um einen geplanten Windpark im Teutoburger Wald spitzt sich weiter zu. An der Gauseköte sollen mehrere Windenergieanlagen entstehen. Aktuell ist von sechs Anlagen die Rede, nachdem frühere Planungen reduziert wurden. Damit gehen die Vorbereitungen trotz laufender Klagen von Naturschutzverbänden weiter. Ein Gericht hat entschieden, dass die Verfahren keine aufschiebende Wirkung haben. Somit können die Bauarbeiten fortgesetzt werden, solange kein Baustopp verhängt wird.
Kritiker sehen darin ein problematisches Vorgehen und werfen den Verantwortlichen vor, vollendete Tatsachen zu schaffen. Befürworter betonen gleichzeitig die Bedeutung des Projekts für die Energiewende. Insbesondere Umweltorganisationen wehren sich gegen das Vorhaben. Sie warnen vor Eingriffen in sensible Waldflächen und den damit verbundenen möglichen Folgen für die Tier- und Pflanzenwelt im Teutoburger Wald.
„Mega-Windräder“ neben dem Hermannsdenkmal
Es gibt aber auch politische Kritik aus der Opposition. Die AfD kritisiert insbesondere die Nähe zum bekannten Hermannsdenkmal. Laut der Partei könnten die geplanten Anlagen eine Höhe von bis zu 256 Metern erreichen. Damit würden sie das rund 56 Meter hohe Denkmal deutlich überragen. Der Bundestagsabgeordnete Matthias Helferich erklärte in einer Aussendung: „Kulturstaatsminister Weimer warnte vollmundig vor der Vereinnahmung des Hermannsdenkmals durch die AfD“. Der Widerstand gegen den geplanten Windpark im Teutoburger Wald zeige jedoch klar, dass nur die AfD-Fraktion konsequent für den Erhalt der Kulturlandschaft rund um das Hermannsdenkmal eintrete.
Auch Götz Frömming äußerte sich deutlich: „Wenn Weimer seinen Worten Taten folgen lassen will, schließt er sich der Forderung von Bürgerinitiativen und AfD-Fraktion nach Baustopp der sieben Mega-Windräder an“. Natur und Kultur hätten Schutz verdient. „Da darf es keine Brandmauer in den Köpfen geben“, so der Abgeordnete.





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