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Gesellschaft

„Replacement Clock“: Neue Website zeigt Europas demografischen Rückgang

Die neue Plattform „Replacement Clock“ will mit interaktiven Grafiken und Prognosen den demografischen Wandel in Europa und weiteren westlichen Staaten sichtbar machen. Ihr Initiator verweist dabei auf Lücken in amtlichen Statistiken und fordert mehr Transparenz bei Bevölkerungsdaten.

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Die Website „Replacement Clock“ visualisiert historische Daten und Prognosen zur Bevölkerungsentwicklung in Europa und anderen Staaten.
Die Website „Replacement Clock“ visualisiert historische Daten und Prognosen zur Bevölkerungsentwicklung in Europa und anderen Staaten. (Bild: Screenshot Replacement Clock/FREILICH)

Eine neue Internetplattform will die langfristige Entwicklung der Bevölkerungszusammensetzung in Europa und weiteren Staaten anhand historischer Daten und Zukunftsprognosen veranschaulichen. Das Projekt „Replacement Clock“ wurde vom identitären Aktivisten und Autor Leo Piers entwickelt. Es soll den Anteil der Bevölkerung europäischer Abstammung weltweit sowie in 45 überwiegend europäischen beziehungsweise historisch von Weißen geprägten Staaten darstellen.

Laut dem Betreiber bündelt die Website historische Bevölkerungsdaten und modellierte Projektionen in einer interaktiven Zeitleiste. Demnach ist der Anteil der Bevölkerung europäischer Abstammung an der Weltbevölkerung von 30,1 Prozent im Jahr 1950 auf heute 12,2 Prozent gesunken. Bis zum Jahr 2100 wird ein weiterer Rückgang auf 5,8 Prozent prognostiziert. Nutzer können die Entwicklung einzelner Länder und globale Trends abrufen sowie verschiedene Zeiträume miteinander vergleichen.

Lücken bei amtlichen Statistiken

Auf X erklärte Pier, die Idee zu dem Projekt sei ihm gekommen, nachdem er vergeblich nach einer zentralen Übersicht über demografische Entwicklungen in westlichen Staaten gesucht hatte. Daraufhin habe er vor rund sechs Monaten damit begonnen, selbst eine entsprechende Datenbank aufzubauen. Als Problem bezeichnete er insbesondere die Verfügbarkeit ethnischer Bevölkerungsdaten.

Seinen Angaben zufolge stützt sich das Projekt auf öffentlich zugängliche demografische Daten und rekonstruiert den Bevölkerungsanteil europäischer Abstammung nach einer einheitlichen Methodik. Die zugrunde liegenden Quellen, Annahmen und Berechnungen sind öffentlich einsehbar und überprüfbar.

Kritik an Datenerhebung in westlichen Staaten

Pier kritisiert, dass zahlreiche Staaten entsprechende Daten jedoch gar nicht erst erheben oder nur eingeschränkt erfassen. Als Beispiel nannte er Frankreich, wo die Erhebung ethnischer Statistiken gesetzlich untersagt ist. Darüber hinaus kritisierte er die unterschiedlichen Erhebungsmethoden und Kategorien in Volkszählungen, da diese seiner Meinung nach langfristige Entwicklungen erschwerten. Die demografische Zusammensetzung sei eine Angelegenheit von öffentlichem Interesse und kein geschütztes Geheimnis, so Pier.

Die Veröffentlichung der Website sorgte auf X für zahlreiche Reaktionen. Elon Musk etwa kommentierte den Beitrag mit einem „Interessant“. Unterstützung erhielt das Projekt zudem vom Herausgeber des US-Magazins American Renaissance, Jared Taylor, der das Projekt als dramatische Darstellung der Verdrängung der weißen Bevölkerung bezeichnete und erklärte, Leo Pier habe damit einen großen Dienst geleistet.

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