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Politik

Es geht um die Freiheit

Rund um die Bundestagswahl in Deutschland und die Landtagswahl in Oberösterreich zeigen sich die deutschsprachigen Bundesrepubliken im äußerst erbärmlichen Kleid. Ein Kommentar von FREILICH-Chefredakteur Ulrich Novak.
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Es geht um die Freiheit

Rund um die Bundestagswahl in Deutschland und die Landtagswahl in Oberösterreich zeigen sich die deutschsprachigen Bundesrepubliken im äußerst erbärmlichen Kleid. Ein Kommentar von FREILICH-Chefredakteur Ulrich Novak.

Die meisten in den Redaktionen der freien Medien sehen bei den Analysen des politischen Ist-Zustandes Österreichs und Deutschlands die beispiellosen Fehlentwicklungen der letzten Jahre und sprechen etwa von einer Bundestagswahl, die „egal“ sei, weil sich nichts wesentlich positiv verändern werde.

Das Personalangebot der Altparteien ist dabei unzumutbar bis mittelmäßig, der Umgang mit dem Wählerauftrag und dem eigenen Amtseid ist in der politisch arrivierten Kaste weitgehend verkommen, wie häufig genug die allgemeinen kaufmännischen Sitten. Manche freiheitliche oder freiheitlichen nahe Journalisten bilanzieren völlig richtig ökonomische, administrative und militärische Katastrophalentscheidungen der deutschen wie der österreichischen Regierungen mit ihren roten, grünen und schwarzen Parteienanteilen.

Eine kriminelle Migrations- und eine total misslungene Integrationspolitik in beiden Ländern, eine völlig irrsinnige, per Ukas von Merkel durchgesetzte Energiewende und eine diesen fahrlässigen Unfug sekundierende Politik in Brüssel, die korrupt, machtgeil und grün-sozialistisch ideologisiert erscheint, machen das Maß im Wahljahr 2021 voll.

Die aktuell politisch Herrschenden haben nicht zuletzt über den Versuch, die Österreicher und die Deutschen über totalitaristisch motivierte Entmündigungsmaßnahmen im Rahmen der „Pandemie“-Bekämpfung ihrer Grundrechte zu berauben, ihr wahres Gesicht gezeigt.

Man könnte noch die drohende Impfpflicht, den absurd demütigenden Maskenzwang und die unglaublichen polizeilichen Einsätze in Wien, Berlin und andernorts erwähnen, man könnte über Gender-Wahnsinn, über links politisierte „Ordnungshüter“ lachen, die sich in Leipzig und Berlin regelmäßig von der Antifa verprügeln lassen, aber gegen Querdenker und andere im gleichen Anliegen Assoziierte mit unverhältnismäßiger Gewalt vorgehen, doch dessen genug.

Der große deutsch-rumänische Schri­ftsteller Hans Bergel fragte sich als Achtzigjähriger: „Ob ich ein Deutscher bin? Meiner Geburt, meiner Muttersprache, meiner Erziehung und Bildung, meinem Reisepass nach: ja, aber je länger ich in Deutschland lebe, umso fremder fühle ich mich unter den Deutschen.“ Ein Gefühl, das ähnlich auch die „literarische Jugendliebe“ Monika Marons, Heinrich Heine, teilte.

Sein Lebensweg, seine Frankophilie mit gleichzeitiger Vorliebe für Deutschland – „[sie] grassiert in meinem Herzen, sie ist unheilbar“ – belegen dies. Als Burschenschafter der Bonner Alemannia zeigte er sich begeistert von Ernst Moritz Arndt, der in Bonn Vorlesungsreihen über die Geschichte des deutschen Volkes hielt. Heine vermerkte, dass Arndt in den altdeutschen Wäldern jene Tugenden suchte, „die er in den Salons der Gegenwart vermisste“.

Lew Kopelew schreibt in seiner Biografie über den Dichter: „Heine nahm damals und noch für viele Jahre mit besonderer Bewegung die Dichtungen, Chroniken und Überlieferungen der alten Zeit auf. Die wahre deutsche Größe, die wahre deutsche Schönheit lebten in den Worten, […] in der lebendigen Wirklichkeit der Sprache. Im Wort konnte jeder ungeachtet der Regierungsverbote, ungeachtet der Galgen und Gefängnisse zur Freiheit gelangen.“

Für Freiheitliche geht es aktuell und à la longue allerdings um Freiheit, die nicht nur eine innerliche des Wortes und der Gedanken ist. Es geht immer auch um die freiheitlich aktive politische Mitgestaltung in Österreich und Deutschland.

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