Berlin. – Die Bundesregierung hat auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion bislang unveröffentlichte Sonderauswertungen der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) für das Jahr 2025 vorgelegt. Die Datensätze schlüsseln die Opfer schwerer Straftaten nach der Staatsangehörigkeit der beteiligten Tatverdächtigen auf. Erfasst wurden Gewaltkriminalität, Mord und Totschlag, schwere Sexualdelikte, gefährliche und schwere Körperverletzung einschließlich Verstümmelung weiblicher Genitalien sowie Raubdelikte.
Wie bereits die Auswertungen zu Gewaltkriminalität sowie Mord und Totschlag und Sexualdelikten zeigen, weisen auch die Zahlen zur gefährlichen und schweren Körperverletzung deutliche Unterschiede bei der Verteilung der Opfer. In der Sonderauswertung wird dabei nach der Staatsangehörigkeit und dem Geschlecht von Tatverdächtigen und Opfern unterschieden.
Deutliche Unterschiede bei den Opfern
Im Jahr 2025 wurden 75.177 deutsche Opfer in Fällen registriert, an denen mindestens ein deutscher Tatverdächtiger beteiligt war. Hinzu kommen 20.042 nichtdeutsche Opfer. In Fällen mit mindestens einem nichtdeutschen Tatverdächtigen wurden demgegenüber 29.303 deutsche sowie 42.659 nichtdeutsche Opfer registriert. Damit wurden in Fällen mit mindestens einem nichtdeutschen Tatverdächtigen rund 46 Prozent mehr deutsche Opfer registriert als nichtdeutsche Opfer in Fällen mit mindestens einem deutschen Tatverdächtigen.
Auch bei den weiblichen Opfern zeigen sich deutliche Unterschiede. In Fällen mit mindestens einem nichtdeutschen Tatverdächtigen wurden 8.528 deutsche Frauen als Opfer registriert. Dem stehen 4.826 nichtdeutsche weibliche Opfer in Fällen mit mindestens einem deutschen Tatverdächtigen gegenüber. Das entspricht einem Verhältnis von rund 1,8 zu 1.
Auffälligkeiten nach Herkunft
Wie bei den anderen Deliktsbereichen differenziert die Sonderauswertung auch hier nach den einzelnen Staatsangehörigkeiten der Tatverdächtigen. Unter den einzeln ausgewiesenen nichtdeutschen Staatsangehörigkeiten entfällt die höchste Zahl deutscher Opfer auf syrische Tatverdächtige (4.784), gefolgt von türkischen (3.366), afghanischen (1.808), polnischen (1.780), rumänischen (1.579), ukrainischen (1.451) und irakischen Tatverdächtigen (1.309).
Unter den nichtdeutschen Opfern bilden syrische Staatsangehörige mit 2.549 registrierten Fällen die größte Gruppe bei Fällen mit mindestens einem deutschen Tatverdächtigen, gefolgt von türkischen (2.273), ukrainischen (1.170), polnischen (1.104), afghanischen (1.054) und rumänischen Opfern (814). Die Zahlen zeigen damit auch in diesem Deliktsbereich deutliche Unterschiede in der Opferverteilung nach der Staatsangehörigkeit der beteiligten Tatverdächtigen.





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