Die Aussage „No parking, no shopping“ (Kein Parkplatz, kein Einkauf) ist ein zentraler Grundsatz in der US-amerikanischen Einzelhandelslandschaft und ein Haupttreiber der dortigen städtebaulichen Entwicklung. In den USA wird die Erreichbarkeit eines Geschäftes mit dem eigenen Auto oft als essenziell für den geschäftlichen Erfolg angesehen, und das stimmt auch so.
Vom Vorzeige-Boulevard zur Problemzone
Bei uns macht man allerdings das genaue Gegenteil davon. Besonders die Grünen und die SPÖ haben hier eine weit sichtbare Blutspur im Einzelhandel gezogen. Es vergeht kein Tag, an dem kein Parkplatz vernichtet wird. Beliebte und ehemals gut frequentierte Einkausfstraßen werden zu Fußgänger- oder Begegnungszonen umgebaut. Was bei der Kärntnerstraße und dem Kohlmarkt noch gut funktioniert hat, weil ausreichend Parkgaragen vorhanden sind, hat im Supergau der Mariahilfer Straße geendet. Dort geht gar nichts mehr. Der einst prächtige Einkaufs-Boulevard ist unter Rot-Grün zu einer abstoßenden Trash-Meile geworden. Ein Geschäft nach dem anderen geht pleite oder zieht freiwillig weg.
Kein Wunder. Seit die Mariahilfer Straße zur Begegnungszone umgebaut wurde, herrscht dort ein Einbahnchaos, das die dortigen roten und grünen Bezirksvorsteher zu verantworten haben. Eine Anfahrt mit dem Auto ist fast unmöglich geworden. Das schaffen nur mehr Leute mit herausragenden Ortskenntnissen. Alle anderen werden im Kreis geschickt und scheitern spätestens bei der Parkplatzsuche. No parking, no shopping. Das spürt der Einzelhandel. Wenn Kunden keine Parkplätze finden, wird der Einkauf oft abgebrochen oder gar nicht erst angetreten. Das führt zu direkten Umsatzverlusten.
Sinnbild eines Niedergangs
Bei der Mariahilfer Straße sieht man das auch deutlich. Zahlreiche Geschäftslokale stehen leer und sind zudem von den dort in der Begegnungszone herumlungernden Gestalten mit „hübschen“ Graffitis verziert worden. Zudem ist die einst elegante Shoppingmeile zur Dauerbaustelle verkommen, was sie auch nicht attraktiver macht. Und das liegt nicht nur am gescheiterten „Kaufhaus Lamar“-Projekt des derzeit einsitzenden René Benko am Anfang der Einkaufsstraße, dessen Rohbau derzeit gerade abgerissen wird. Das gilt auch für den am anderen Ende der Straße liegenden Christian-Broda-Platz. Dort war die von der SPÖ verantwortete Umgestaltung von 2007 so unbrauchbar, dass 2024 schon wieder umgebaut und begrünt wurde. Über das Ergebnis lässt sich streiten.
Ideologie trotz Kassensturz
Statt aus den Fehlern der rot-grünen Vergangenheit zu lernen, macht die aktuelle rot-pinke Stadtregierung mit dem Umbau der Einkaufsstraßen munter weiter. Dabei wird immer das gleiche Muster angewandt. Parkplätze weg. Zufahrt erschweren oder ganz unmöglich machen. Dafür breite Radwege, völlig sinnlose Sitzbänke und mit Steppengras bepflanzte Hundeklos. Beispiel Thaliastraße. Beispiel Äußere Mariahilfer Straße. Auch dort leere Geschäfte und fluchende Geschäftsinhaber.
Es hat fast den Anschein, als ob die Wiener Stadtregierung den Einzelhandel, der durch die staatlich verordneten Zwangsschließungen während der Coronazeit ohnehin am Limit arbeitet, komplett ruinieren will. Denn Rot und Pink planen bereits weitere Umgestaltungen von funktionierenden Einkaufsstraßen. Im Visier ist die Landstraßer Hauptstraße im dritten Bezirk. Dort haben die Kaufleute allerdings eine Verschnaufpause bekommen. Denn die Stadt Wien ist so pleite, dass sie sich diesen Umbau derzeit nicht leisten kann. Ein Segen für die Anrainer und ein Segen für die dortigen Geschäfte. Denn auch wenn es den Grünen, Pinken und Roten nicht gefällt, erwarten die Kunden laut Marktstudien noch immer einen freien, bequemen Parkplatz direkt vor dem Ziel.



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