Wien. – An Wiens öffentlichen Mittelschulen ist der Anteil muslimischer Schüler auf 49,4 Prozent gestiegen. Damit ist mittlerweile fast jeder zweite Mittelschüler muslimischen Glaubens. Die aktuellen Daten der Bildungsdirektion zeigen zudem, dass Muslime inzwischen auch an allen öffentlichen Pflichtschulen die größte religiöse Gruppe darstellen. Insgesamt liegt ihr Anteil dort bei 42 Prozent, nach 41,2 Prozent im Vorjahr und 39,4 Prozent im Jahr davor.
Die Zahlen beruhen auf den Angaben der Erziehungsberechtigten und umfassen Volks-, Mittel-, Sonder- sowie Polytechnische Schulen. Von den rund 128.000 Schülern in Wien besuchen etwa 114.000 eine öffentliche Schule. Deutlich anders fällt das Bild an Privatschulen aus: Dort stellen katholische Schüler mit mehr als 45 Prozent die größte Gruppe, während muslimische Schüler lediglich auf 7,6 Prozent kommen.
Muslimischer Schüleranteil steigt seit Jahren
Während der Anteil muslimischer Schüler in den vergangenen Jahren stetig zunahm, ging jener katholischer Schüler kontinuierlich zurück. Die Zusammensetzung der Wiener Pflichtschulen verändert sich damit zunehmend. In den aktuellen Berichten werden zwar keine exakten Vergleichswerte zu allen christlichen Konfessionen ausgewiesen, der langfristige Trend bleibt jedoch klar erkennbar.
Vor allem die Oppositionsparteien sehen darin die Folgen einer verfehlten Migrations- und Integrationspolitik. So bezeichnete etwa der Klubobmann der FPÖ Wien, Maximilian Krauss, die Entwicklung als Ergebnis „verantwortungsloser Zuwanderungspolitik der vergangenen Jahre“. Auch die Wiener ÖVP äußerte sich besorgt. Gemeinderätin Caroline Hungerländer warnte vor „Radikalisierungstendenzen“ sowie einem Wandel hin zu „rigideren Islamverständnissen“.
Folgen der Islamisierung für Wiener Schulen
Mit dem steigenden muslimischen Bevölkerungsanteil an Schulen nehmen laut Kritikern auch die Probleme im Schulalltag zu. Immer wieder wird über mangelnde Deutschkenntnisse, soziale Spannungen und abgeschottete Parallelmilieus berichtet. An einzelnen sogenannten Brennpunktschulen liegt der Anteil von Schülern mit Migrationshintergrund bereits bei über 98 Prozent, wobei muslimische Schüler bis zu 60 Prozent davon ausmachen.
Besonders stark zeigt sich die Entwicklung in bestimmten Wiener Bezirken, deren demografische Struktur sich in den vergangenen Jahren massiv verändert hat. Die Stadtregierung aus SPÖ und NEOS setzte zuletzt vor allem auf Maßnahmen wie verstärkte Demokratiebildung. Kritiker werfen den Verantwortlichen jedoch vor, die Veränderungen in den Klassenzimmern nicht ernst genug zu nehmen und keine wirksamen Gegenmaßnahmen zu ergreifen.
Demografischer Wandel verändert Bildungssystem
Die Entwicklungen an den Schulen gelten vielen Beobachtern als Spiegelbild der allgemeinen Bevölkerungsentwicklung in Wien. Durch anhaltende Zuwanderung aus muslimisch geprägten Staaten hat sich die Zusammensetzung der Bevölkerung in den vergangenen Jahren deutlich verändert.
In diesem Zusammenhang sprechen einige Beobachter offen von einem Bevölkerungsaustausch, dessen Auswirkungen sich nun zunehmend im Bildungssystem zeigten. Vertreter der Opposition sehen deshalb in einer konsequenten Remigrationspolitik die einzige Möglichkeit, die ursprüngliche Bevölkerungsstruktur langfristig zu bewahren. Die aktuellen Zahlen aus Wien werten sie als weitere Bestätigung dieser Einschätzung.







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