Rostock. – An der Universität Rostock sorgt eine sogenannte Doxxing-Aktion gegen politisch Andersdenkende für Kritik. Auf Plakaten, die laut Kritikern auf dem Campus und in der Umgebung der Hochschule angebracht worden sein sollen, wurden persönliche Informationen von Studenten veröffentlicht. Laut Angaben der AfD-Fraktion gehörten dazu unter anderem Social-Media-Profile, Adressen von Studentenverbindungen sowie weitere private Daten.
Vorwürfe wegen Veröffentlichung von Daten
Nach Darstellung der AfD-Fraktion im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern zielte die Aktion darauf ab, Studenten mit abweichenden politischen Ansichten öffentlich bloßzustellen und einzuschüchtern. Der hochschulpolitische Sprecher der Fraktion, Paul-Joachim Timm, sprach von einer gezielten Kampagne gegen Andersdenkende: „Ich verurteile diese linksextremen Hetzaktionen aufs Schärfste. Doxxing ist keine legitime politische Auseinandersetzung, sondern eine klassische Einschüchterungstaktik des Linksextremismus“, so Timm in einer Aussendung. Das Ziel sei klar: „Andersdenkende sollen mundtot gemacht, von ihrem Studium und ihrem politischen Engagement abgeschreckt und sozial wie beruflich ruiniert werden.“
AfD kritisiert Verhalten der Universitätsleitung
Die AfD übte auch scharfe Kritik an der Universität Rostock selbst. Timms Auffassung nach habe die Hochschulleitung nicht ausreichend auf die Vorfälle reagiert: „Dass diese Plakate an und um die Universität Rostock hingen, ist ein fatales Signal“, erklärt der AfD-Politiker. „Die Universitätsleitung trägt eine erhebliche Mitverantwortung. Indem sie solche Machwerke toleriert und nicht konsequent mit dem Hausrecht entfernt, gewährt sie linksextremen Aktivisten Narrenfreiheit auf dem Campus“, kritisiert er. Zugleich warnte Timm vor einem Klima der Einschüchterung an deutschen Hochschulen. „Statt eines Ortes freier Wissenschaft und offener Debatten wird die Uni Rostock zunehmend zum Schauplatz politischer Verfolgung und Cancel Culture“, so der Abgeordnete.
Forderungen nach Konsequenzen wegen Doxxing
Die AfD-Fraktion fordert nun ein konsequentes Vorgehen gegen ähnliche Aktionen. Timm zufolge muss die Universität entsprechende Plakate künftig umgehend entfernen und die Verantwortlichen identifizieren. Timm verband den Vorfall darüber hinaus mit grundsätzlicher Kritik am politischen Klima an Universitäten. „Deutsche Universitäten sind in weiten Teilen zu Brutstätten des Linksextremismus verkommen“, sagte der AfD-Politiker. Er warf den Hochschulen vor, Steuergelder und universitäre Infrastruktur zu nutzen, um politische Gegner innerhalb der Studentenschaft und des Lehrkörpers zu bekämpfen. „Linksextremen Strukturen an den Universitäten“ müssten die Grundlagen entzogen werden, fordert er.







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