Hamburg. – Mit Bildern aus dem öffentlichen Raum sorgt Hamburg-St. Georg erneut für Diskussionen. Der AfD-Politiker Dirk Nockemann veröffentlichte kürzlich ein Video aus dem Stadtteil und schilderte die Zustände rund um gastronomische Außenbereiche und Straßen in den frühen Morgenstunden.
Menschen campieren unter Tischen
Laut Nockemann sei das Video an einem Sonntag gegen 7:20 Uhr aufgenommen worden. In dem Beitrag auf der Plattform X, wo er das Video veröffentlichte, schrieb der Hamburger AfD-Politiker: „Die ganze Nacht durch gab es Palaver und Musik. Genächtigt wurde unter den Tischen und Stühlen der Gastronomie. Die Personen entleeren sich in Hauseingängen und Seitenstraßen. Die Polizei fährt durch, hält aber nicht einmal an.“ Der Stadtteil steht seit Jahren aufgrund von Problemen mit Drogenkriminalität, Obdachlosigkeit und nächtlicher Ruhestörung im Fokus.
Nockemann verband die Szenen mit grundsätzlicher Kritik an der Entwicklung der Hansestadt. „Hamburg verwahrlost mit hoher Geschwindigkeit. Die Anwohner sind sehr sauer. Wir verstehen sie gut. Es muss sich etwas ändern“, erklärt er in seinem Beitrag. Die Situation in St. Georg wird bereits seit Längerem politisch kontrovers diskutiert.
„Hamburg bekommt, was es gewählt hat“
Unter dem Video entwickelte sich auf X eine Debatte über die politische Verantwortung für die Zustände im Stadtteil. Ein Nutzer verwies dabei auf die Ergebnisse der Hamburger Bürgerschaftswahl 2025. Demnach erreichte die SPD 33,5 Prozent, die Grünen 18,5 Prozent und die Linke 11,2 Prozent. Zusammen kamen die drei linken Parteien damit auf 63,2 Prozent der Stimmen. Der X-Nutzer schrieb dazu: „Bei der letzten Bürgerschaftswahl 2025 hat Rot-Rot-Grün fast eine Zweidrittelmehrheit erhalten, danach wollte Hamburg noch ganz schnell klimaneutral werden („Klimaschutzverbesserungsgesetz“). Ich glaube, Hamburg bekommt, was es gewählt hat.“







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