Als Kind liebte ich Geschichten, Sagen und Märchen. Vor allem griechische Heldensagen hatten es mir angetan. Unzählige Male lauschte ich meinen Eltern oder Hörspielen oder las in Büchern davon. Ich kannte die Geschehnisse aller Erzählungen über Achilles, Odysseus oder Bellerophon. Obwohl mir alles bekannt war, – Anfang, Höhepunkt und Ende jener Geschichten – wollte ich sie immer wieder hören oder lesen. Der bekannte Verlauf störte mich nicht, im Gegenteil. Jede Geschichte nahm die vorbestimmte Handlung, und ich war glücklich. Ähnliches geschieht beim Film Arrival (2016). Wir kennen das Ende, auch wenn uns erst später klar wird, dass es sich dabei um das Ende handelt.
Arrival: Im Kreis der Zeit
Der Film „Arrival“ sowie das Verständnis von Sprache und Zeit stehen im Zentrum eines Essays über Schicksal, Denken und den Verlust zyklischer Weltbilder. Lukas Feichtenschlager zeigt darin, warum Sprache weit mehr ist als nur ein Mittel zur Verständigung.

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