Erfurt. – Im Rahmen des „Landesprogramms für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit“ verteilte die Thüringer Landesregierung auch 2025 wieder hohe Summen an zahlreiche Vereine, Initiativen und Projekte aus dem linken bis linksliberalen Spektrum. Aus den veröffentlichten Bewilligungen geht hervor, dass CDU, SPD und BSW gemeinsam Fördergelder in teils sechsstelliger Höhe für Strukturen bereitstellen, die sich vor allem mit „Demokratieförderung“, „Antirassismus“ oder dem „Kampf gegen Rechtsextremismus“ beschäftigen.
Hunderttausende für Aktivisten-Netzwerke
Besonders hohe Summen flossen an bekannte Akteure der sogenannten Zivilgesellschaft. So erhielt der Verein „Mobit e. V.“ für das Projekt „Mobile Beratung in Thüringen. Für Demokratie - gegen Rechtsextremismus“ insgesamt 294.478,75 Euro. Die „ezra Opferberatung für Thüringen“ der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland erhielt weitere 224.118,34 Euro.
Auch die Organisation „Arbeit und Leben Thüringen e. V.“ profitiert erheblich von den Landesmitteln. Für das Projekt „Für Demokratie Courage zeigen (NDC)!“ wurden 379.364,75 Euro bereitgestellt. Weitere Gelder gingen an die Amadeu Antonio Stiftung beziehungsweise das IDZ Jena. Die „Dokumentationsstelle für Menschenrechte, Grundrechte und Demokratie“ erhielt eine Förderung in Höhe von 366.528,44 Euro.
Steuergeld für Anti-Rechts-Projekte
Zusätzlich kofinanziert das Land Thüringen zahlreiche Projekte im Bundesprogramm „Demokratie Leben!“. Dabei fließen weitere hohe Beträge an Initiativen, die sich auf politische Bildungsarbeit, Distanzierungsprogramme oder Beratungsangebote konzentrieren.
Der Verein „Drudel 11 e. V.“ erhielt unter anderem 134.176,70 Euro für das Projekt „Ausstiegsberatung für Thüringen“. Weitere 27.777,77 Euro gingen an das Projekt „TRUST HUB - Hybrid. Vertrauen. Bilden.“. Der Verein „Distanz, Distanzierungsarbeit, jugendkulturelle Bildung und Beratung e. V.“ bekam 122.121,51 Euro für das Projekt „Beratung Distanzierungsarbeit“. Hinzu kommen 7.777,77 Euro für das Projekt „Transform“. Auch der Verein „Violence Prevention Network e. V.“ wurde bedacht. Die „Beratungsstelle Islam für Thüringen“ wiederum erhielt 72.696,98 Euro aus Landesmitteln.
Weitere Millionen aus dem Landeshaushalt
Im Bereich der sogenannten Landespräventionsprojekte unterstützt die Landesregierung weitere Initiativen mit erheblichen Summen. So erhielt der „Flüchtlingsrat Thüringen e. V.“ für das Projekt „CoRa – Contra Rassismus – Pro Migration und Asyl“ insgesamt 119.525,85 Euro. Das „Bildungswerk BLITZ e. V.“ erhielt 103.239,99 Euro für das Projekt „Demokratie_laden Kahla – Impulse und Transfer für demokratiestarke Information, Beratung und Bildung (TIBBi)“. Zusätzlich wurden weitere 46.678,71 Euro für ein „DemokratieCamp“ bewilligt.
Auch Projekte mit kultur- und migrationspolitischem Schwerpunkt profitieren. So erhielt das „Muslimische Bildungswerk für Demokratie e. V.“ 13.102 Euro für das Projekt „Jung, Demokratisch, Aktiv“. Der „Förderverein für jüdisch-israelische Kultur in Thüringen e. V.“ bekam 63.000 Euro für das Projekt „Tacheles mit Simson: Mit dem Judentum durch Thüringen“.
Darüber hinaus finanziert das Land in nahezu allen Thüringer Regionen sogenannte „Partnerschaften für Demokratie“. Zahlreiche Landkreise und Städte erhalten dafür jeweils 50.000 Euro. Zu den geförderten Kommunen zählen unter anderem Erfurt, Gera, Jena, Weimar und Eisenach sowie mehrere Landkreise.





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