München. – Dem Leiter der Redaktion von Payment and Banking, Nils Heck, zufolge haben zuletzt mehrere Volksbanken der AfD die Konten gekündigt. Er wertet dies als mutige und richtige Entscheidung. Seiner Ansicht nach zeige das, dass Banken keine Konten für Parteien führen müssten, die vom Bundesamt für Verfassungsschutz zeitweise als „gesichert rechtsextrem“ eingestuft wurden.
Heck deutet AfD-Konten als politisches Bekenntnis
Heck zufolge sende das Vorgehen der Volksbanken ein wichtiges Signal. Er leitet daraus ab, dass andere Institute AfD-Konten nicht aus Verpflichtung, sondern aus freien Stücken weiterführen. Banken, die dies weiterhin täten, machten es laut Heck, weil sie es wollen – nicht, weil sie es müssen. In diesem Zusammenhang äußert Heck, solche Institute könnten nach seiner Lesart nicht behaupten, „gegen rechts“ zu sein.
Wenn die Banken der AfD weiterhin Konten bereitstellen würden, würden sie sich laut Heck damit klar positionieren. Er verweist außerdem auf Berichte, denen zufolge die AfD in Nordrhein-Westfalen nach einer Kündigung eine Reihe weiterer Ablehnungen erhalten habe, unter anderem von der Deutschen Bank, der Commerzbank und der Targobank. Das bewertet er als positiv. Zu den Sparkassen führt Heck aus, dass diese die AfD nicht ablehnen dürften, da sie als Institute in öffentlicher Hand jedem ein Konto gewähren müssten. Gleichwohl könnten sie die AfD „doof finden“ – und das „gerne auch öffentlich kundtun“, so der Journalist.


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