Schwerin/Magdeburg. – Trotz wachsender Diskussionen über mögliche Koalitionsoptionen nach den kommenden Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern hält die Mehrheit der CDU-Anhänger an der Abgrenzung zur AfD fest. Das geht aus einer aktuellen INSA-Umfrage hervor, für die Ende Februar 2026 insgesamt 2.006 Personen befragt wurden. Im Zentrum der Erhebung stand die Frage, wie die CDU sich verhalten sollte, wenn nur mit einer Aufhebung ihrer bisherigen Abgrenzungspolitik gegenüber der Linkspartei oder der AfD Mehrheiten zustande kämen.
CDU-Wähler gespalten, aber klare Tendenz erkennbar
Ein genauerer Blick auf die Unionsanhänger zeigt eine gewisse Zersplitterung. Dennoch wird deutlich: Für viele bleibt die Distanz zur AfD maßgeblich. Laut der Umfrage sprechen sich 29 Prozent der CDU/CSU-Wähler dafür aus, sowohl gegenüber der Linkspartei als auch gegenüber der AfD an den bestehenden Brandmauern festzuhalten. Unterdessen wären 22 Prozent bereit, die Abgrenzung zur AfD aufzugeben, und 15 Prozent befürworten eine Öffnung gegenüber der Linkspartei.
Deutliche Ablehnung der AfD bei Grünen und Linken
Bei Wählern aus dem linken politischen Spektrum fällt die Positionierung deutlich klarer aus. Insbesondere bei den Grünen und den Linken überwiegt die Ablehnung einer Zusammenarbeit mit der AfD deutlich. Unter den Anhängern der Grünen sprechen sich 42 Prozent gegen die bestehende Abgrenzung zur Linkspartei aus, während nur drei Prozent eine Öffnung gegenüber der AfD unterstützen. Bei den Wählern der Linken zeigt sich ein ähnliches Bild. Insgesamt 49 Prozent lehnen eine Abkehr von der bisherigen Linie gegenüber der eigenen Partei ab, lediglich sieben Prozent befürworten eine Öffnung gegenüber der AfD.
AfD-Anhänger lehnen Brandmauern grundsätzlich ab
Bei der AfD selbst ergibt sich ein konträres Bild. Dort spricht sich mit 66 Prozent eine klare Mehrheit gegen jegliche politische Abgrenzung gegenüber der eigenen Partei aus. Die Idee von Brandmauern stößt in diesem Lager generell auf wenig Zustimmung.
In der politischen Mitte zeigt sich ein deutlich gemischteres Bild. So plädieren 27 Prozent der SPD-Wähler für eine Öffnung gegenüber der Linkspartei, während 26 Prozent an beiden Brandmauern festhalten wollen. Bei der FDP verteilen sich die Positionen ähnlich breit. Jeweils rund 20 Prozent sprechen sich entweder für die vollständige Beibehaltung der Abgrenzungen oder für eine Öffnung gegenüber der AfD aus. Auch beim Bündnis Sahra Wagenknecht gehen die Meinungen auseinander. 29 Prozent lehnen Brandmauern grundsätzlich ab, 27 Prozent befürworten eine Öffnung gegenüber der AfD.





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