Nach Erfolg in Erfurt: AfD-Politiker Schlösser Ziel von linksextremem Angriff
Die AfD hat die Landtagswahl in Thüringen mit einem starken Ergebnis gewonnen. Während die Partei von einem historischen Erfolg sprach und sich bei ihren Unterstützern bedankte, kam es im Wahlkreis Erfurt I zu einem mutmaßlich linksextremistischen Anschlag auf die Kanzlei des Wahlkreissiegers.
Erfurt. – Aus der Landtagswahl in Thüringen ist die AfD als stärkste Kraft hervorgegangen. Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis kommt die Partei auf 32,8 Prozent der Stimmen und liegt damit deutlich vor der CDU, die mit 23,6 Prozent den zweiten Platz belegt. Betrachtet man die Ergebnisse nach Wahlkreisen, so konnte die AfD 29 Wahlkreise für sich entscheiden. Einer dieser Wahlkreise ist Erfurt I. Dort erhielt der Rechtsanwalt und AfD-Politiker Sascha Schlösser mit 35,7 Prozent die meisten Erststimmen.
Linksextreme Parolen und Sticker vor Kanzlei
Während sich Schlösser am Montagmorgen über dieses Ergebnis und das Vertrauen der Wähler freuen und bedanken wollte, musste er feststellen, dass Akteure aus dem linksextremen Spektrum mit dem Ergebnis nicht zufrieden waren. Auf X veröffentlichte Schlösser mehrere Fotos, die ihn vor seiner Kanzlei zeigen, die offenbar Ziel eines linksextremistischen Anschlags geworden war. „Eigentlich wollte ich heute morgen erstmal Danke sagen, aber das muss ich verschieben. Warte auf die Polizei. Aber ja, danke liebe Antifa für diesen weiteren Baustein für ein Verbot eurer terroristischen Vereinigung“, schreibt er auf X.
Darunter sind Bilder, die eine eingeschlagene Scheibe der Eingangstür zeigen. Auf dem Schild neben der Tür sind Parolen wie „Nazis raus“, ein Anarchiesymbol und die bekannte Chiffre „161“ zu lesen, die für die Abkürzung „AFA“, also Antifaschistische Aktion, steht. Auch Aufkleber mit der Aufschrift „Gegen Nazis in Erfurt und anderswo“ oder „Danke Antifa“ sind zu sehen. Besonders geschmacklos ist der Aufkleber der linksjugend [solid] Sachsen mit der Aufschrift: „Schon eure Groszeltern haben für Dresden gebrannt. Gegen jeden Opfermythos“. Ein Pressesprecher bestätigte FREILICH auf Anfrage, dass die Erfurter Polizei eine Strafanzeige wegen politisch motivierter Sachbeschädigung aufgenommen hat. Die Ermittlungen werden von der Kriminalpolizeiinspektion Erfurt geführt.