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Politik

Zypern: AfD-Politiker Krah posiert im türkisch-zypriotischen Nationaltrikot

Bei einem Besuch in Nordzypern zeigte sich Maximilian Krah im Trikot der türkisch-zypriotischen Nationalauswahl. Der AfD-Politiker traf dort auch Vertreter aus Politik, Fußball und Kommunen.

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Bei seinem Besuch beim türkisch-zypriotischen Fußballverband erhielt Maximilian Krah ein Nationaltrikot mit seinem Namen und der Rückennummer 10.
Bei seinem Besuch beim türkisch-zypriotischen Fußballverband erhielt Maximilian Krah ein Nationaltrikot mit seinem Namen und der Rückennummer 10. (Bild: Screenshot/X)

Nikosia. – Während seiner Reise in den türkisch kontrollierten Norden Zyperns hat der AfD-Bundestagsabgeordnete Maximilian Krah mehrere politische Termine wahrgenommen. Einer davon führte ihn zum türkisch-zypriotischen Fußballverband. Dort bekam er ein Nationaltrikot mit seinem Namen und der Rückennummer 10 überreicht – und zog es für Fotos gleich an.

Über den Besuch berichtete unter anderem der Journalist Sefa Karahasan auf X. Demnach übergab Verbandspräsident Hasan Sertoğlu Krah das Trikot. Karahasan brachte die Aktion mit der Kritik des AfD-Politikers an der internationalen Ausgrenzung des türkisch-zypriotischen Sports in Verbindung.

Fußball international weitgehend isoliert

Die Türkische Republik Nordzypern, die 1983 im Norden der geteilten Insel ausgerufen wurde, wird als Staat nur von der Türkei anerkannt. Das wirkt sich auch auf den Fußball aus. Der Kıbrıs Türk Futbol Federasyonu (KTFF) ist weder Mitglied der FIFA noch der UEFA, seine Mannschaften bleiben damit von deren regulären Wettbewerben ausgeschlossen. Die nach türkisch-zypriotischer Darstellung anhaltende internationale Isolation war auch Thema bei Krahs politischen Gesprächen. Er traf Fikri Ataoğlu, den Vorsitzenden der türkisch-zypriotischen Demokratischen Partei, und Generalsekretär Serhat Akpınar. Die Partei ist an der Regierung im Norden der Insel beteiligt.

Laut der zypriotischen Nachrichtenplattform Politis erklärte Akpınar anschließend, man habe Krah die eigene Sicht auf den Zypernkonflikt dargelegt. Dieser dürfe nicht nur nach der heutigen Situation bewertet werden, sondern müsse in seinem historischen Zusammenhang betrachtet werden. Als Beispiele für die Bereitschaft der türkisch-zypriotischen Seite zu einer Einigung nannte er den Annan-Plan und die späteren Verhandlungen im schweizerischen Crans-Montana. Von Krahs Reise erhofft sich Akpınar mehr Gehör für diese Positionen in Deutschland und anderen europäischen Staaten. Der Besuch könne nach seiner Einschätzung helfen, die beklagte Isolation aufzubrechen und den Blick auf den Zypernkonflikt ausgewogener zu gestalten.

Gespräche über Partnerschaften mit Kommunen

Krah kam außerdem mit Vertretern des türkisch-zypriotischen Gemeindeverbandes zusammen. Die Delegation wurde von Verbandschef Mahmut Özçınar angeführt. Gesprochen wurde über die Schwierigkeiten, die sich für die Kommunen aus dem Zypernkonflikt und ihren begrenzten internationalen Kontakten ergeben.

Özçınar berichtete dem Bundestagsabgeordneten von den bereits bestehenden Verbindungen ins Ausland. Einige türkisch-zypriotische Kommunen seien in der Regionalorganisation UCLG-MEWA vertreten und pflegten Partnerschaften mit Gemeinden und lokalen Behörden in der Türkei. Vertreter der Kommunen nähmen zudem an Sitzungen des Kongresses der Gemeinden und Regionen des Europarats sowie seiner Ausschüsse teil. Bei dem Treffen ging es schließlich auch um Deutschland. Nach Angaben des Verbandes wurde darüber gesprochen, ob deutsche Kommunen künftig Partnerschaften mit Gemeinden im türkisch kontrollierten Norden Zyperns eingehen könnten.

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