London. – Ein junger englischer Aktivist, der sich gegen illegale Migration über den Ärmelkanal engagiert, darf nicht mehr nach Frankreich einreisen. Der 18-Jährige, der in den Sozialen Netzwerken unter dem Namen „Angloid“ aktiv ist, wurde von den französischen Behörden mit einem Einreiseverbot belegt, obwohl ihm keine Straftat vorgeworfen wird, wie die Nachrichtenplattform The Noticer berichtet.
Polizei überbringt Einreiseverbot
In einem Video ist zu sehen, wie Polizeibeamte in das Zuhause von Angloid kommen und ihm ein offizielles Schreiben des französischen Innenministeriums überreichen. In diesem wird ihm mitgeteilt, dass er künftig nicht mehr nach Frankreich einreisen darf.
Kritik an Einreiseverbot
Der Aktivist reagierte empört und bezeichnete das Vorgehen als „absoluten Witz“. Gegenüber dem Noticer äußerte er die Sorge, dass das Verbot dauerhaft bestehen bleiben könnte. „Ich wurde aus Frankreich verbannt, weil ich die Boote stoppe“, erklärte er. Der junge Aktivist sieht darin ein Zeichen dafür, dass Widerstand gegen illegale Migration zunehmend kriminalisiert werde: „Als Europäer werden wir derzeit überrannt, unsere Frauen und Kinder werden vergewaltigt und getötet, und wenn man versucht, etwas dagegen zu tun, bekommt man solche Strafen.“
In einem weiteren Video verweist Angloid auf einen Vorfall im Dezember. Dem Schreiben der Behörden zufolge sei damals ein illegaler Migrant mit einem Messer auf ihn und seine Gruppe losgegangen. „Sie erkennen an, dass wir keine Straftaten begangen haben. Sie erkennen die Tatsache an, dass ein Migrant versucht hat, mich zu erstechen. Und trotzdem verbannen sie mich. Witz von einem Land.“
Video zeigt Migrantenmassen
Bereits Anfang des Monats hatte Angloid ein YouTube-Video veröffentlicht, das ihn gemeinsam mit anderen Aktivisten an der französischen Küste zeigt. Dort waren zahlreiche Männer im wehrfähigen Alter zu sehen, die überwiegend aus Afrika kamen und auf Schlauchboote Richtung England warteten. Später filmte die Gruppe, wie Migranten über den Strand rannten und sich auf ein Boot drängten, während die französische Polizei und die Küstenwache wohl zusahen, ohne einzugreifen.
Im vergangenen Monat erklärte das französische Innenministerium, dass es zehn britischen „rechtsextremen Aktivisten“ die Einreise verboten habe. Ihnen wird vorgeworfen, Migrantenboote beschädigt und „Propagandaaktivitäten“ betrieben zu haben. Die betroffene Aktivistengruppe bestreitet dies laut Noticer und betont, dass sie stets friedlich und im Rahmen der Gesetze gehandelt habe.
Über 41.000 Überfahrten im Jahr 2025
Laut Angaben des britischen Innenministeriums überquerten im Jahr 2025 allein mehr als 41.000 illegale Migranten den Ärmelkanal. Viele von ihnen werden nach ihrer Ankunft in speziellen Hotels für Asylbewerber untergebracht. Die Kosten dafür belaufen sich auf mehrere Milliarden pro Jahr und werden von den britischen Steuerzahlern getragen.





Kommentare
Sei der Erste, der einen Kommentar hinterlässt!