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Gesellschaft

Kriminalität in Freibädern: Fast jeder zweite Verdächtige Ausländer

Im Jahr 2025 wurden in den Freibädern Baden-Württembergs Hunderte Straftaten erfasst. Besonders auffällig ist der Anteil ausländischer Tatverdächtiger.

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Die Sicherheitslage in Baden-Württembergs Freibädern sorgt immer wieder für Diskussionen. Neue Zahlen geben Einblick in Straftaten und Tatverdächtige.
Die Sicherheitslage in Baden-Württembergs Freibädern sorgt immer wieder für Diskussionen. Neue Zahlen geben Einblick in Straftaten und Tatverdächtige. (Bild: IMAGO / 7aktuell)

Stuttgart. – In den Freibädern Baden-Württembergs hat die Polizei im vergangenen Jahr 491 Tatverdächtige registriert. 218 von ihnen waren keine deutschen Staatsangehörigen. Damit lag der Ausländeranteil unter den Verdächtigen bei 44,4 Prozent. Das geht aus der Antwort des Innenministeriums auf eine Kleine Anfrage des AfD-Landtagsabgeordneten Chris Hegel hervor, die FREILICH exklusiv vorliegt.

Insgesamt verzeichnete die Polizei im Jahr 2025 in den Freibädern des Landes 947 Straftaten. Im Vergleich zu 2024, als 909 Fälle erfasst wurden, entspricht das einem Anstieg von 4,2 Prozent. Über einen Zeitraum von zehn Jahren betrachtet, ist die Zahl hingegen deutlich gesunken: 2015 wurden noch 583 Fälle mehr registriert. Das Ministerium spricht deshalb für 2025 von einem „weiterhin niedrigen Stand“.

Diebstähle bilden größte Deliktsgruppe

Fast die Hälfte der registrierten Straftaten in Freibädern entfiel auf Diebstähle. Die Statistik weist hierfür 477 Fälle aus. Hinzu kamen 168 Rohheitsdelikte und Straftaten gegen die persönliche Freiheit sowie 66 Delikte gegen die sexuelle Selbstbestimmung. Bei den Diebstählen wurden lediglich 12,2 Prozent der Fälle aufgeklärt. Deutlich höher lagen die Aufklärungsquoten bei Rohheitsdelikten und Straftaten gegen die persönliche Freiheit mit 89,9 Prozent sowie bei Sexualdelikten mit 86,4 Prozent.

Auch bei der Zusammensetzung der Tatverdächtigen gibt es Unterschiede zwischen den Deliktsgruppen. So standen bei Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung 34 nichtdeutsche 22 deutschen Tatverdächtigen gegenüber. Bei Diebstählen waren es 39 nichtdeutsche und 27 deutsche Tatverdächtige. Rohheitsdelikte und Straftaten gegen die persönliche Freiheit wurden hingegen 102 deutschen und 77 nichtdeutschen Tatverdächtigen zugerechnet. Personen mit deutscher und einer weiteren Staatsangehörigkeit werden in der Polizeilichen Kriminalstatistik als Deutsche geführt.

Mehr als 1,3 Millionen Euro für Sicherheitsdienste

Aus der Anfrage geht außerdem hervor, dass Kommunen in Baden-Württemberg in mindestens 49 öffentlich betriebenen Badeanlagen private Sicherheitsdienste einsetzten. Dafür wurden Kosten in Höhe von insgesamt 1.356.518,17 Euro gemeldet. Die tatsächliche Summe könnte jedoch höher liegen, da nicht alle Kommunen innerhalb der gesetzten Frist Angaben übermittelt hatten. Den mit Abstand größten Einzelbetrag meldete die Stadt Stuttgart. Für Sicherheitsdienste in vier Badeanlagen fielen dort 603.056 Euro an. Die Stadt Karlsruhe gab für drei Anlagen 137.400 Euro an und der Schwarzwald-Baar-Kreis für eine Anlage 120.000 Euro.

Der innenpolitische Sprecher der AfD-Landtagsfraktion, Chris Hegel, kritisierte angesichts der Zahlen die Bewertung des Ministeriums. „Wenn die Landesregierung 947 Straftaten in Freibädern als weiterhin ‚niedrigen Stand‘ bezeichnet, zeigt das, wie sehr sich die Maßstäbe verschoben haben. Diese Zahlen sind nicht niedrig, sondern inakzeptabel hoch“, erklärt er gegenüber FREILICH. „Wir reden hier schließlich von Orten, an denen sich vornehmlich Kinder und Familien aufhalten“, so der Abgeordnete. Er verwies insbesondere auf die Zusammensetzung der Tatverdächtigen. Ihm zufolge zeige das erneut, „dass nur konsequente Remigration dieses Problem lösen wird“.

Auch die Ausgaben für Sicherheitsdienste nahm der AfD-Politiker zum Anlass für Kritik. „Es ist ein untragbarer Zustand, wenn Familien beim Schwimmbadbesuch mit Diebstählen, Gewalt- oder Sexualdelikten rechnen müssen.“ Dass bereits mehr als 1,3 Millionen Euro für private Sicherheitskräfte ausgegeben worden seien, obwohl nicht alle Kommunen geantwortet hätten, wertet Hegel als weiteren Beleg für eine Verschlechterung der Lage.

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