Wien/St. Pölten. – Das österreichische Gesundheitssystem steht seit Jahren unter großem Druck. Viele Patienten berichten von langen Wartezeiten, überfüllten Krankenhäusern und einer Versorgung, die zunehmend als Zwei-Klassen-Medizin empfunden wird. Neue Daten des Sozialministeriums heizen die Debatte nun zusätzlich an.
Insgesamt wurden im Zeitraum von 2015 bis 2024 21.896.772 stationäre und ambulante Behandlungen von Flüchtlingen und Zuwanderern in heimischen Krankenhäusern in Anspruch genommen. Dies geht aus einer parlamentarischen Anfrage der FPÖ-Abgeordneten Kathryn Pracher-Hilander hervor. Die Zahlen umfassen medizinische Leistungen von der Allgemeinmedizin bis zur Zahnmedizin.
Rund 6.000 Krankenhausbesuche täglich
Die Statistik betrifft Patienten aus Ländern wie Syrien, Afghanistan, dem Irak, dem Iran, Pakistan, der Türkei, der Ukraine sowie mehreren afrikanischen Staaten. Umgerechnet ergibt sich daraus eine durchschnittliche Größenordnung von rund 6.000 Spitalsbesuchen pro Tag durch Nicht-Österreicher.
Pracher-Hilander äußerte dazu deutliche Kritik: „Es ist absolut kein Wunder, wenn Österreicher ewig auf OP-Termine warten müssen, wenn eine Flut an Zuwanderern aus aller Herren Länder, die oft noch nie einen einzigen Cent in unser System eingezahlt haben, unser Gesundheitssystem blockiert.“
Auffällige Eingriffe und hohe Fallzahlen
Laut der Statistik sind bestimmte Behandlungsbereiche besonders auffällig. So sind darin auch Eingriffe in der plastischen Chirurgie aufgeführt. Demnach haben Syrer und Afghanen innerhalb eines Jahres mehr als 1.100 solcher Eingriffe in Anspruch genommen. Auch Therapien im Bereich der Suchtmedizin sind von Bedeutung: Mit 1.257 stationären Behandlungen lagen afghanische Patienten im Jahr 2024 an der Spitze.
Gesundheitsexperten schätzen die Kosten für ein Krankenhausbett auf rund 600 Euro pro Tag. Kritiker sprechen daher von milliardenschweren Belastungen, die durch die sogenannte Spitalsmigration entstehen könnten.
FPÖ fordert Einschränkung auf Notversorgung
Auf Grundlage dieser Zahlen meldete sich auch der niederösterreichische FPÖ-Landesparteiobmann Udo Landbauer zu Wort. Er spricht von einer massiven Überforderung des Systems und fordert grundlegende Änderungen. „Die illegale Massenzuwanderung sprengt unser Gesundheitssystem“, erklärte er in einer Aussendung. 22 Millionen Behandlungen seit dem Ausrufen der grenzenlosen Willkommenspolitik im Jahr 2015 würden zeigen, dass es einen Freibrief für Sozialmissbrauch gebe. „Wer Österreicher ist und einzahlt, kommt auf die Warteliste. Wer Asyl schreit, wird behandelt, inklusive Facelifting, Suchtgifttherapie und Fettabsaugung auf Steuerzahlerkosten“. Das sei nicht mehr normal, so Landbauer, der das sofortige Ende dieses Missstandes fordert.
Kritik an Schieflage in der Versorgung
Landbauer wies in diesem Zusammenhang ebenfalls auf die durchschnittlich 6.000 täglichen Krankenhausbesuche hin und sprach von einer Ungleichbehandlung heimischer Patienten. „Das ist ein doppelter Schlag ins Gesicht für unsere Landsleute, die seit Monaten erleben, dass sie als niederösterreichische Patienten auf ihren Meldezettel reduziert und in Wiener Spitälern abgewiesen oder vor die Tür gesetzt werden, während die Versorgung für Asylwerber und illegale Migranten offenbar reibungslos funktioniert“. Diese Schieflage sei unerträglich und „politisch hausgemacht“, kritisiert er. Zugleich fordert er, dass es keine medizinischen Leistungen für Asylwerber und illegale Zuwanderer mehr geben dürfe, die über eine Not- und Akutversorgung hinaus gehen.
Landbauer sieht mit der aktuellen Entwicklung eine rote Linie überschritten. „Wenn Niederösterreicher im eigenen Land zu Patienten dritter Klasse werden, ist endgültig eine rote Linie überschritten“. Die Bundesregierung habe ihre Schutzpflicht gegenüber der eigenen Bevölkerung „restlos aufgegeben“ und opfere die Österreicher für ihre falsche Asylpolitik. „Unser Gesundheitssystem muss wieder jenen dienen, die es erhalten, finanzieren und brauchen, aber nicht jenen, die noch nie einen Cent ins System eingezahlt haben und es ausnutzen“, so Landbauer.





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