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Politik

Beifall statt Distanz: Linken-Abgeordnete jubelt über linksextreme Gewalt in Leipzig

Mit ihren zustimmenden Kommentaren zu schweren Sachbeschädigungen in Leipzig hat die sächsische Linken-Abgeordnete Juliane Nagel für Empörung gesorgt. Nutzer werfen ihr nun vor, Gewalt gutzuheißen.

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Bei der Demonstration am 17.01. in Leipzig sprach die Linken-Abgeordnete Juliane Nagel auf der pro-israelischen Seite.
Bei der Demonstration am 17.01. in Leipzig sprach die Linken-Abgeordnete Juliane Nagel auf der pro-israelischen Seite. (Bild: IMAGO / EHL Media)

Leipzig. – Am vergangenen Wochenende kam es in Leipzig zu mehreren Demonstrationen des linken Spektrums. Dabei trafen im Stadtteil Connewitz pro-israelische auf pro-palästinensische Demonstranten. Insgesamt waren mehr als 1.400 Beamte im Einsatz. Wie die Polizei mitteilte, wurden während des Einsatzes vereinzelt Straftaten registriert. Unter anderem wurden rund 30 Anzeigen wegen Verstößen gegen das Versammlungsgesetz, Beleidigungen, Volksverhetzung sowie der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen eingeleitet. Zwei Personen wurden vorläufig festgenommen und in Polizeigewahrsam gebracht.

Angriff auf Auto von YouTuber Weichreite TV

Am Rande der Demonstrationen in Leipzig-Connewitz kam es außerdem zu einem mutmaßlich linksextremen Angriff auf das Fahrzeug des YouTubers Weichreite TV. Marco Brás dos Santos berichtete dazu auf der Plattform X: „1850 Das KFZ von Weichreite in #Connewitz wurde offenbar beschädigt. Er kam kurz mit dem Taxi vorgefahren und ist wieder weg. #le1701“

Später tauchte zu dem Angriff ein ausführliches Bekennerschreiben auf der einschlägigen Plattform Indymedia auf. Darin heißt es, man habe den Demonstrationstag zum Anlass genommen, das Privatauto des YouTubers „tiefer zu legen“ und einmal „rundherum zu entglasen“. In dem Schreiben wurde gleichzeitig angekündigt, dass man das Auto des YouTubers „so oft zerlegen“ werde, bis sein Stream endgültig ausgehe.

Linken-Politikerin reagiert zustimmend

Für Aufregung sorgt inzwischen aber nicht nur der Angriff auf das Auto selbst, sondern auch die Reaktion der sächsischen Linken-Politikerin und Landtagsabgeordneten Juliane Nagel. Sie griff den Vorfall öffentlich auf, teilte den Beitrag von Marco Brás dos Santos und kommentierte ihn mit den Worten: „Die einzigen Antifaschist*innen, die heute den Fokus behalten haben.“ Den Beitrag selbst hat Nagel inzwischen gelöscht, auf X kursieren jedoch noch Screenshots davon.

Darüber hinaus veröffentlichte Nagel einen weiteren Beitrag auf X, der ebenfalls Kritik auf sich zog. In diesem schrieb sie: „Danke an alle die heute unterwegs waren: für Antifaschismus, für Frieden in Nahost und Pluralismus ohne Antisemitismus und Rassismus. #le1701“. Dazu teilte sie ein Foto, auf dem eine Hauswand mit der Aufschrift „Love Antifa hate Handala“ zu sehen ist.

Auf X verurteilten zahlreiche Nutzer Nagels Reaktion auf den Angriff auf das Auto von Weichreite TV. Ein Mitglied des sächsischen Landtags freue sich über Gewalt, schrieb eine Nutzerin und fügte hinzu: „Deutschland ist verrückt geworden.“

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