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EU-Abgeordneter Hauser warnt: Niedrige Geburtenraten bedrohen die Zukunft Europas

Im Jahr 2024 sind die Geburtenraten in zahlreichen europäischen Staaten auf einen historischen Tiefstand gesunken. Kritiker warnen vor den langfristigen Folgen dieser Entwicklung und betrachten das Problem als hausgemacht.

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EU-Abgeordneter Hauser warnt: Niedrige Geburtenraten bedrohen die Zukunft Europas

In zahlreichen europäischen Ländern liegt die Geburtenrate unter dem erforderlichen Wert, um die Bevölkerungszahl stabil zu halten. (Symbolbild)

© IMAGO / photothek

Brüssel. – Die demografische Entwicklung Europas hat im Jahr 2024 einen neuen Tiefpunkt erreicht. In mehreren EU-Staaten sind die Geburtenraten auf einen historischen Tiefstand gesunken. Der freiheitliche EU-Abgeordnete Gerald Hauser betrachtet dies als existenzielle Bedrohung für die Zukunft des Kontinents und warnt vor gravierenden Folgen für Gesellschaft, Wirtschaft und politische Stabilität. Immerhin sei der Rückgang in Österreich und Deutschland sogar weit überdurchschnittlich, so der Abgeordnete in einer Aussendung. Selbst große internationale Medien wie Euronews hätten bereits vom „Weg zum Aussterben“ gesprochen. Für Hauser ist klar: „Die Folgen sind verheerend – für Sozialsysteme, Wirtschaft und Europas geopolitische Bedeutung.“

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Europa in der demografischen Krise

Die aktuellen Zahlen aus zahlreichen europäischen Staaten zeichnen ein düsteres Bild. Um die Bevölkerungszahl stabil zu halten, wären langfristig rund 2,1 Kinder pro Frau notwendig. In weiten Teilen Europas liegt die tatsächliche Geburtenrate jedoch deutlich darunter.

Mit 1,35 Kindern pro Frau verzeichnete Deutschland 2024 einen erneuten Einbruch – den niedrigsten Wert seit den 1990er-Jahren. Laut dem Statistischen Bundesamt war der Bevölkerungszuwachs ausschließlich auf Zuwanderung zurückzuführen, da es mehr Todesfälle als Geburten gab. Selbst unter Berücksichtigung der Migration wuchs die Bevölkerung nur minimal.

Auch Österreich verzeichnete mit einer Fertilitätsrate von 1,32 und rund 77.000 Neugeborenen den schlechtesten Wert seiner Geschichte. Die Zahl der Geburten sank erneut. Ähnliche Entwicklungen zeigen sich in Frankreich, Italien, Skandinavien sowie in Osteuropa. In mehreren Ländern wurden die niedrigsten Geburtenraten seit Beginn der statistischen Erfassung erreicht.

Migration keine Lösung

Zwar wächst die Bevölkerung der EU in der Summe noch leicht, doch für Hauser ist dieser Trend trügerisch. „Dieser Zuwachs basiert fast ausschließlich auf unkontrollierter Massenzuwanderung, vor allem aus Afrika und dem islamischen Raum. Das verhindert keinen demografischen Kollaps.“

Selbst in Ländern mit hoher Nettozuwanderung bleibt der natürliche Bevölkerungssaldo negativ. In Italien etwa sterben fast doppelt so viele Menschen, wie Kinder geboren werden. Abwanderung, Überalterung und wirtschaftliche Schwäche verstärken diesen Trend, vor allem in strukturschwachen Regionen.

Ursachen laut Hauser politisch hausgemacht

Für den FPÖ-Politiker liegen die Gründe für den Geburteneinbruch nicht im Zufall, sondern in politischen Fehlentwicklungen der vergangenen Jahre. „Explodierende Lebenshaltungskosten, Immobilienkrise, Inflation, permanente Panikmache seit Corona, der Ukraine-Krieg und die Klimahysterie der EU“ hätten jungen Menschen jede Planungssicherheit genommen.

Zusätzlich kritisiert Hauser „prekäre Arbeitsverhältnisse, wirtschaftliche Unsicherheit, astronomische Immobilienpreise, eine zunehmend kinderfeindliche Gesellschaft sowie fehlende familienpolitische Anreize“. Besonders scharf fällt seine Kritik an gesellschaftspolitischen Entwicklungen aus: „der Gender-Wahnsinn, der normale Beziehungen zwischen Mann und Frau als ‚abnormal‘ diffamiert.“ Die politischen Antworten auf die demografische Krise hält Hauser für völlig unzureichend: „Statt Lösungen gibt es Sprechblasen.“ Ohne einen grundlegenden Kurswechsel sieht Hauser keine Zukunftsperspektive, Europa drohe der demografische Zusammenbruch.

Tschechische Studie zu Impfstatus und Geburten

Besondere Aufmerksamkeit widmet Hauser außerdem einer tschechischen Registerstudie, die sich mit dem Zusammenhang zwischen dem Impfstatus gegen SARS-CoV-2 und den Geburtenraten befasste. In der Untersuchung wurden anonymisierte Daten von rund 1,3 Millionen Frauen im Alter zwischen 18 und 39 Jahren aus den Jahren 2021 und 2022 analysiert (FREILICH berichtete).

Das zentrale Ergebnis der Studie: Die Zahl der Empfängnisse, die bei ungeimpften Frauen in einer Lebendgeburt endeten, lag deutlich höher als bei geimpften Frauen. Über den gesamten Untersuchungszeitraum hinweg brachten ungeimpfte Frauen rund 50 Prozent mehr Kinder zur Welt. Auffällig war zudem, dass der Anteil geimpfter Frauen an den Lebendgeburten deutlich unter ihrem Anteil an der Gesamtbevölkerung lag.

Die Studie wurde zunächst als Preprint veröffentlicht und war zum damaligen Zeitpunkt nicht begutachtet. Unter anderem wurden sozioökonomische Faktoren, Vorerkrankungen oder der Impfstatus der Väter nicht berücksichtigt. Inzwischen liegt jedoch eine fachlich begutachtete Publikation zur Studie vor. Parallel dazu war auch in Tschechien ein genereller Rückgang der Geburtenrate zu verzeichnen – von 1,83 im Jahr 2021 auf 1,45 im Jahr 2023.

Abtreibungspolitik als zusätzlicher Faktor

Scharfe Kritik übt Hauser auch an aktuellen Initiativen im EU-Parlament. „Das EU-Parlament unterstützt nun auch noch ‚My Voice, My Choice‘ – eine Forderung nach flächendeckender Abtreibung in der EU.“ Unter Verweis auf internationale Daten warnt er, dass es jährlich über 73 Millionen Abtreibungen jährlich gebe – damit sei Abtreibung die häufigste Todesursache.

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