Dortmund. – Videoaufnahmen aus der Dortmunder Innenstadt dokumentieren Angriffe auf einen Imbissbetrieb am Rande einer prokurdischen Demonstration. Zu sehen ist, wie Teilnehmer randalieren, Scheiben einschlagen und vor dem Imbiss stehende Möbelgarnituren beschädigen. Laut Polizei wurden zwei Strafverfahren wegen des Verdachts des Landfriedensbruchs eingeleitet, es wird gegen Unbekannt ermittelt. Warum der Imbiss attackiert wurde, ist noch Gegenstand der Ermittlungen.
Tausende Demonstranten in Dortmund
Nach Angaben der Polizei versammelten sich am Abend rund 4.000 Menschen zu der pro-kurdischen Demonstration in der Dortmunder Innenstadt. Die unter dem Motto „Gegen das Töten von Unschuldigen, Zivilisten und Kindern“ stehende Demonstration stand offenbar im Zusammenhang mit den gewalttätigen Auseinandersetzungen in Syrien. In einer Liveübertragung eines Teilnehmers im Internet waren, wie mehrere Medien berichten, zahlreiche prokurdische Flaggen zu sehen. Ursprünglich waren bei der Polizei lediglich 400 Teilnehmer angemeldet. Aufgrund der deutlich höheren Zahl wurden zusätzliche Einsatzkräfte angefordert.
Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort. Auch Einsatzkräfte aus umliegenden Polizeibehörden wurden hinzugezogen. Laut Informationen der dpa waren mehrere hundert Polizisten im Einsatz, um die Lage in der Innenstadt unter Kontrolle zu bringen. Ein Polizeisprecher erklärte trotz der Vorfälle: „Der Großteil der 4.000 war friedlich.“
Sieben Polizisten durch Böller verletzt
Im Verlauf des Einsatzes wurden allerdings sieben Polizisten durch explodierende Böller verletzt. Die Beamten haben dabei vermutlich ein Knalltrauma erlitten. Laut Polizei gibt es jedoch keine Hinweise darauf, dass die Böller gezielt gegen die Polizisten geworfen wurden. Die Explosionen ereigneten sich im Bereich des Bahnhofs, wo die Beamten im Einsatz waren. Zudem wurden Steine in Richtung der Polizei geworfen. Dabei wurde niemand verletzt.
Weitere Demonstrationen in NRW
Auch in anderen Städten Nordrhein-Westfalens kam es zu Protesten. In Düsseldorf hatten sich rund 50 Teilnehmer angemeldet, tatsächlich versammelten sich jedoch deutlich mehr als 1.000 Menschen vor dem Landtag. Daraufhin zog die Polizei zusätzliche Kräfte aus Hundertschaften zusammen. Laut Polizei verlief die Versammlung zwar laut, aber friedlich. Die Teilnehmer entschieden sich spontan, vom Landtag in Richtung Hauptbahnhof zu ziehen.
An den gewalttätigen Szenen gab es aber auch scharfe Kritik aus der Politik. Gegenüber FREILICH erklärte der AfD-Bundestagsabgeordnete Matthias Helferich: „Deutschland, aber insbesondere die Ballungsgebiete, sind zum Austragungsort importierter Konflikte geworden“. Die Massenzuwanderung habe nicht nur Gewalt gegen Einheimische gebracht, „sie bringt auch den Bürgerkrieg unter Fremden zu uns“, warnt er.

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