Lübeck. – In diesem Jahr gelten rund um den Lübecker Weihnachtsmarkt verschärfte Verkehrsregeln. So ist die Einfahrt in die Altstadt über das Burgtor täglich zwischen 10:30 Uhr und 22 Uhr untersagt. Die Stadt begründet dies mit verstärkten Schutzmaßnahmen. Trotz dieser Vorkehrungen bleibt die genaue Motivation für die Sperrung offen. Eine detaillierte Erklärung liefert die Verwaltung nicht, sondern verweist erneut lediglich auf die verstärkten Schutzmaßnahmen, wie das Nachrichtenportal HL-live berichtet.
Fragen bleiben offen
Der eigentliche Weihnachtsmarkt erstreckt sich über den gesamten Koberg und ist dort durchgängig mit Pollern abgesichert. In einer Fahrbahnkurve wurde zusätzlich eine feste Fahrzeugsperre errichtet. Dennoch bleibt die Verkehrsführung widersprüchlich: Die Große Burgstraße ist weiterhin aus Seitenstraßen und von der Königstraße aus erreichbar, das Einfahrtsverbot gilt jedoch ausschließlich über das Burgtor.
Die Lage ist für Verkehrsteilnehmer schwer nachvollziehbar. Am Gustav-Radbruch-Platz weist ein großes Schild die „Zufahrt zum Koberg“ aus, doch an der Einmündung der Fährstraße endet die Fahrt durch kleinere Verbotszeichen abrupt. Hinzu kommt, dass das Taxi-Shuttle den Bereich weiterhin befahren darf, Anwohner und Anlieger hingegen nicht. „Die Anwohnenden beziehungsweise Anliegenden wurden zusätzlich per Infopost entsprechend vorab informiert“, erklärt Nicole Dorel, Pressesprecherin der Stadtverwaltung.
Blitzer-Anhänger und Bußgeld
Seit Donnerstag wird der Verkehr auf der Burgtorbrücke durch einen mobilen Blitzer-Anhänger kontrolliert. Jeder Verstoß wird dokumentiert. „Wer widerrechtlich über die Große Burgstraße in die Stadt fährt, muss mit einem Bußgeld in Höhe von 50 Euro rechnen”, so die Sprecherin der Stadt. Die Einnahmen fließen somit direkt in die Finanzierung der Sicherheitsmaßnahmen rund um den Weihnachtsmarkt.
Später hat die Stadtverwaltung ihre Position ergänzt und eine weitere Stellungnahme veröffentlicht. Darin heißt es wörtlich, dass der Kommunale Ordnungsdienst und die Polizei während der gesamten Veranstaltungszeit mit deutlich sichtbarer Präsenz auf den Weihnachtsmärkten zu erkennen und für die Bürger ansprechbar sein würden. Zudem würden die Zufahrten zur verkehrsberuhigten Altstadt kontrolliert.




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