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Politik

Analyse für Bremen zeigt: Je höher der Migrantenanteil, desto stärker die AfD

Der Zusammenhang zwischen Migration und AfD-Wahlergebnissen fällt in Bremen anders aus als häufig behauptet. Eine Auswertung der Ortsteile zeigt: Mit steigendem Migrantenanteil nimmt auch der AfD-Stimmenanteil zu.

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Eine Analyse der 88 Bremer Ortsteilen kommt zu dem Ergebnis, dass höhere Migrantenanteile mit höheren AfD-Stimmenanteilen einhergehen.
Eine Analyse der 88 Bremer Ortsteilen kommt zu dem Ergebnis, dass höhere Migrantenanteile mit höheren AfD-Stimmenanteilen einhergehen. (Bild: IMAGO / Schöning)

Bremen. – Eine Auswertung der gesamten Bremer Ortsteilen kommt zu einem klaren Ergebnis: Je höher der Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund, desto höher fällt im Durchschnitt auch der Stimmenanteil der AfD aus. Ausgangspunkt der Analyse ist eine Behauptung, die laut dem Verfasser insbesondere im linken politischen Spektrum verbreitet ist. Demnach werde die AfD vor allem von Menschen gewählt, die nur wenige Berührungspunkte mit Migration haben. Um diese Annahme zu überprüfen, wertete ein X-Nutzer Daten aus den 88 Bremer Ortsteilen aus. Dabei untersuchte er den Zusammenhang zwischen dem Anteil der Einwohner mit Migrationshintergrund und dem Stimmenanteil der AfD. Bereits bei der Aufbereitung der Daten habe sich ein positiver Zusammenhang zwischen beiden Größen abgezeichnet. Dieser Eindruck habe sich durch die anschließende statistische Auswertung bestätigt.

Bessere Vergleichbarkeit durch Fokus auf Großstadt

Für die Untersuchung sei bewusst ausschließlich Bremen als Untersuchungsraum gewählt worden. Laut dem Autor lassen sich innerhalb einer einzelnen Großstadt strukturelle Unterschiede besser kontrollieren als bei einem bundesweiten Vergleich. Insbesondere die erheblichen sozioökonomischen und demografischen Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland könnten eine Auswertung für ganz Deutschland verzerren.

Gleichzeitig weist der Verfasser ausdrücklich darauf hin, dass sich aus der statistischen Korrelation keine Ursache-Wirkungs-Beziehung ableiten lasse. Der verwendete Pearson-Korrelationskoeffizient erfasse lediglich die Stärke eines linearen Zusammenhangs. Seinen Angaben zufolge wurde daher nicht untersucht, ob ein höherer Migrantenanteil ursächlich zu einem höheren AfD-Stimmenanteil führt.

Der Autor sieht in seinen Ergebnissen dennoch einen deutlichen Hinweis darauf, dass die verbreitete Annahme, AfD-Wähler entschieden sich vor allem wegen fehlender Kontakte zu Menschen mit Migrationshintergrund für die Partei, durch die Daten aus Bremen nicht gestützt wird. Die Analyse zeige stattdessen einen klar positiven statistischen Zusammenhang zwischen einem höheren Migrantenanteil und einem höheren AfD-Stimmenanteil in den untersuchten Ortsteilen.

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