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Politik

Antifa, SPÖ und Grüne machen Sommerfest-Besuch eines FPÖ-Politikers zum Skandal

Aus einem privaten Sommerfest-Besuch eines Tiroler FPÖ-Politikers ist innerhalb weniger Tage eine politische Empörungsdebatte geworden. Der Betroffene sieht darin den Versuch, den Vorfall politisch aufzubauschen.

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Der Innsbrucker FPÖ-Gemeinderat Fabian Walch weist die Kritik an seinem Besuch des Sommerfests in Schnellroda als Skandalisierung zurück.
Der Innsbrucker FPÖ-Gemeinderat Fabian Walch weist die Kritik an seinem Besuch des Sommerfests in Schnellroda als Skandalisierung zurück. (Bild: Fabian Walch/X)

Innsbruck. – Der Besuch des Innsbrucker FPÖ-Gemeinderats Fabian Walch beim Sommerfest des Antaios-Verlags in Schnellroda hat eine breite politische Debatte ausgelöst. Innerhalb weniger Tage überschlugen sich die Reaktionen von SPÖ, Grünen, ÖVP und weiteren Oppositionsparteien. Sie nahmen den privaten Besuch zum Anlass, weitreichende personelle Konsequenzen zu fordern. Die Tiroler FPÖ erklärte unterdessen, es habe sich um einen privaten Aufenthalt gehandelt. Landesgeneralsekretär Patrick Haslwanter betonte, FPÖ-Mitglieder und Funktionäre würden „weder gechippt noch dazu verpflichtet“ sein, Privatreisen von der Landespartei genehmigen zu lassen oder anderen Stellen zu melden.

SPÖ nimmt Kickl ins Visier

SPÖ-Bundesgeschäftsführer Klaus Seltenheim wertete den Fall unterdessen als Beleg für die grundlegenden Verbindungen zwischen der FPÖ und den Identitären. Zugleich forderte er eine Stellungnahme von FPÖ-Bundesparteiobmann Herbert Kickl: „Kickl muss endlich Stellung beziehen.“ Auch die Grünen reagierten mit scharfer Kritik. Lukas Hammer bezeichnete die Darstellung der Reise als Privatsache als „an Zynismus kaum zu überbieten“. Auch er forderte Konsequenzen von Kickl. Forderungen nach Konsequenzen kamen auch aus Tirol. Innsbrucks SPÖ-Vizebürgermeisterin Elisabeth Mayr erklärte Walch für untragbar im Gemeinderat. Die Tiroler ÖVP übte ebenfalls Kritik. Klubobmann Sebastian Kolland richtete Fragen an den FPÖ-Landesparteiobmann Markus Abwerzger. Laut späteren Medienberichten forderten außerdem Innsbrucks Bürgermeister Johannes Anzengruber (ÖVP), der Vizebürgermeister der Grünen, Georg Willi, die Liste Fritz sowie die NEOS personelle Konsequenzen.

Walch weist Kritik zurück

Walch selbst wies die Vorwürfe gegenüber dem Falter zurück. Seinen Worten zufolge habe es sich in Schnellroda um ein „ganz normales Treffen von Patrioten aus mehreren Ländern, an dem es überhaupt nichts Verwerfliches gibt“ gehandelt. Außerdem hätten „auch Vertreter von Parlamentsparteien wie der AfD oder der Süd-Tiroler Freiheit“ an der Veranstaltung teilgenommen. Die öffentliche Debatte über seine Teilnahme könne er nicht nachvollziehen. „Verwerflich ist es, das jetzt skandalisieren zu wollen“, erklärte der FPÖ-Gemeinderat.

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