Brüssel. – Im Europäischen Parlament kam es infolge einer Rede der AfD-Abgeordneten Irmhild Boßdorf zum Equal Pay Day zu einem politischen Eklat. Während ihres Beitrags stellte ein Abgeordneter einen Geschäftsordnungsantrag und warf der Politikerin „Hassrede“ vor. Auslöser waren Boßdorfs Aussagen zu biologischen Unterschieden zwischen Männern und Frauen sowie ihre Argumentation zum Zusammenhang zwischen dem Gender Pay Gap und dem sogenannten Mother Pay Gap.
Boßdorf weist „Hassrede“-Vorwurf zurück
Die Abgeordnete reagierte scharf auf den Vorwurf. Ihrer Meinung nach ist der Antrag ein Versuch, politische Kritik zu unterdrücken: „Dieser Geschäftsordnungsantrag ist ein lächerlicher und zugleich gefährlicher Versuch der Einschüchterung“, so Boßdorf in einer Aussendung. „Wenn es mittlerweile als ‚Hassrede‘ gilt, auszusprechen, dass nur biologische Frauen Kinder bekommen können, dann hat dieses Parlament völlig den Bezug zur Realität verloren.“
Boßdorf sieht in dem Vorwurf auch einen politischen Hintergrund. Sie wirft den EU-Institutionen vor, eine aus ihrer Sicht ideologisch geprägte Agenda voranzutreiben: „Man will mich mundtot machen, weil ich die verfehlte EU-Agenda kritisiere, die in den nächsten fünf Jahren unglaubliche 110 Milliarden Euro für die LGBTQIA+-Agenda ausgeben will, während sich das Parlament gar nicht mehr traut zu definieren, was eine Frau überhaupt ist.“ Statt der geplanten Ausgaben fordert Boßdorf eine andere Schwerpunktsetzung der EU-Politik. Ihrer Ansicht nach sollte die Unterstützung von Familien und Müttern stärker in den Mittelpunkt rücken.




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