Mehr als ein Drittel eines Abiturjahrgangs fällt durch, eine Schülerin klagt öffentlich ihre Lehrer an, plötzlich diskutiert ganz Deutschland über eine Schule in Hagenow. Doch hinter dem viralen Streit steckt eine größere Frage: Wer trägt Verantwortung für den Bildungsschwund: Schüler, Lehrer oder ein Staat, der selbst nicht mehr weiß, wozu er eigentlich bildet?
Nach Schwerin wird darüber gestritten, ob burschenschaftliche Prägung für die Generation Deutschland Bürde oder Gewinn ist. Doch wer nur auf Mensur, Schmiss und äußere Wirkung blickt, verkennt den tieferen Wert dieser Lebensform: AfD-Politiker und Burschenschafter Kevin Dorow zu Burschenschaften und ihr Potential für eine politische Jugendorganisation.
Der Sachsenhain in Verden erinnert an die blutige Hinrichtung von 4500 Sachsen im Jahr 782 durch Karl den Großen – ein Ereignis, das später politisch immer wieder umgedeutet wurde. Zwischen moosbedeckten Steinen und alten Bäumen wird Geschichte hier leise spürbar.
Studentenvereinigungen gibt es nicht nur im deutschsprachigen Raum, auch in Frankreich regt sich der Widerstand gegen linke Kulturhegemonen. Mit eigenem Stil und sichtbarem Erfolg lohnt der Blick zum europäischen Nachbarn.
Die klassischen Geisteswissenschaften verlieren an gesellschaftlicher Relevanz. Marc Brunner erläutert, warum sich diese Entwicklung angesichts von Künstlicher Intelligenz auf dem Arbeitsmarkt ändern könnte.
Wo ein Studium mit Freiheit lockt, bleibt letztlich eher Ungebundenheit, Orientierungslosigkeit und Vereinzelung. Jung-Burschenschafter Siegfried Jäger zur Gefühlswelt des Verbindungswesens.
Abseits der schlagenden Verbindungen existieren bis heute zahlreiche Arten von Korporationen, die auf Personen außerhalb der Verbindungswelt eher nischenhaft wirken und sich in uninformierten Kreisen keiner sonderlich hohen Bekanntschaft erfreuen. Oswald Hellkamp gibt einen kompakten Überblick.
Der Allgemeine Deputierten-Convent prägt die Deutsche Burschenschaft seit 145 Jahren. Philipp Kanow zeigt, warum das Jubiläum nicht nur zum Rückblick, sondern auch zur Debatte über die Zukunft des Verbandes Anlass gibt.
Die Entwicklung der burschenschaftlichen Bewegung in Tirol wurde über Jahrhunderte von Grenzlage, kirchlichem Einfluss und staatlicher Repression geprägt – mit weitreichenden Folgen bis nach Südtirol.
Mit Herwig Nachtmann verliert das waffenstudentische dritte Lager in Österreich eine der prägenden Persönlichkeiten der Nachkriegszeit.
Landsmannschaften, Corps und katholische Studentenverbindungen prägen bis heute die Korporationslandschaft – sie unterscheiden sich jedoch deutlich in ihrer Geschichte, ihrem Selbstverständnis und ihren Traditionen. Oswald Hellkamp gibt einen kompakten Überblick.
Ist die FSK Jugendschutz oder faktische Vorzensur? Norbert Weidner zeigt am Beispiel von Uwe Bolls neuem Film, warum diese Frage neu gestellt werden muss.
Der ÖVP-Politiker Rudolf Taschner hätte am 13. Mai eigentlich von der Universität Wien sein Goldenes Doktordiplom erhalten sollen. Aber der Senat der Hochschule drängte darauf, die Ehrung abzusagen. Ein weiterer Offenbarungseid der hochschulpolitischen Machtverhältnisse, meint Marc Brunner.
Mit ihrer Kritik am ideologisch überformten Bildungswesen trifft die AfD einen wunden Punkt, mit der Forderung nach Abschaffung der Schulpflicht schießt sie jedoch über das Ziel hinaus. Mike Gutsing warnt vor der Aufgabe staatlicher Bildungsverantwortung.
Hinter der Mensur verbirgt sich eine Welt aus Disziplin, Schmerz und Kameradschaft, die Außenstehenden meist verborgen bleibt. Johann Gottfried Wieland beleuchtet die prägende Rolle des Paukens im burschenschaftlichen Leben.