Freilich #32: Süchtig nach dem Kick

Deutschland: Nur rund 2.000 Asylberechtigte im Jahr 2024

Im Jahr 2024 wurden in Deutschland rund 2.000 Personen als Asylberechtigte anerkannt. Mehr als 100.000 weitere Personen erhielten einen anderen Schutzstatus.

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Deutschland: Nur rund 2.000 Asylberechtigte im Jahr 2024

Nach Angaben der Regierung waren im vergangenen Jahr nur rund 2.000 Personen asylberechtigt. (Symbolbild)

© IMAGO / Schöning

Berlin. – Im Jahr 2024 hat das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) insgesamt 1.964 Personen als asylberechtigt anerkannt. Die Zahlen gehen aus der der Antwort auf eine Anfrage der Fraktion Die Linke hervor. Neben den Asylberechtigten erhielten 35.831 Personen Flüchtlingsschutz und 75.092 Personen subsidiären Schutz. In 20.823 Fällen wurde zudem ein Abschiebungsverbot nach § 60 V/VII AufenthG festgestellt.

Schutzquote und Hauptherkunftsländer

Die Gesamtschutzquote lag im vergangenen Jahr bei 44,4 Prozent. Besonders auffällig ist die Verteilung nach Herkunftsländern: Syrien führt die Liste mit 77.844 anerkannten Fällen an, gefolgt von Afghanistan mit 32.133 und der Türkei mit 4.242. Interessant ist die sogenannte bereinigte Schutzquote, bei der formale Entscheidungen ohne inhaltliche Bewertung unberücksichtigt bleiben. Diese lag im Jahr 2024 bei 59,3 Prozent.

Gerichtliche Entscheidungen und familiäre Aspekte

Neben den Entscheidungen des BAMF spielen auch die Gerichte eine Rolle. Im Jahr 2023 erhielten 20.838 zunächst abgelehnte Asylsuchende nachträglich einen Schutzstatus – 9.131 durch Gerichtsentscheidungen, 4.475 durch Abhilfeentscheidungen des BAMF, 6.278 durch Folgeanträge und 954 aus sonstigen Gründen.

Ein weiterer Fokus liegt auf Familien: 31,5 Prozent der Asylbewerber waren ebenfalls im Jahr 2023 unter 18 Jahre alt, davon 4,6 Prozent unbegleitete Minderjährige. Zudem wurden 22.603 Asylanträge für in Deutschland geborene Kinder gestellt. Fast die Hälfte der Asylsuchenden – 47,8 Prozent – verfügte im Jahr 2023 über keinen anerkannten Identitätsnachweis. Dennoch lag die Schutzquote in dieser Gruppe mit 67,7 Prozent nahezu gleichauf mit dem Durchschnitt von 68,6 Prozent.

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