Terror gegen Tesla: Angriffswelle in Europa und den USA
In den vergangenen Monaten sah sich Tesla weltweit vermehrt Angriffen auf seine Fahrzeuge und Einrichtungen ausgesetzt. Grund dürften die politischen Ansichten von Tesla-CEO Elon Musk sein.
Erst Mitte März brannten in Berlin mehrere Tesla-Fahrzeuge.
© IMAGO / Christian EnderTesla ist in verschiedenen Ländern Ziel von Angriffen geworden. In den USA und anderen Teilen der Welt sind Farb- und Brandanschläge auf Fahrzeuge der Marke Tesla keine Seltenheit mehr. Ein prominentes Beispiel ist ein Vorfall im Berner Weissenbühlquartier in der Schweiz, bei dem ein Tesla-Fahrzeug mit roter Farbe mit den Worten „Nazi Car“ und „Burn Teslas“ beschmiert wurde. Der politisch motivierte Hintergrund dieses Vorfalls ist offensichtlich, insbesondere im Hinblick auf die Rolle von Elon Musk und seine Nähe zu US-Präsident Donald Trump.
Anschläge in Italien, Frankreich, Deutschland
Ähnliche Vorfälle ereigneten sich auch in anderen Ländern. In Rom brach zuletzt bei einem Tesla-Händler ein Feuer aus, bei dem 17 Fahrzeuge zerstört wurden. Die Ermittlungen zur Brandursache laufen noch, die Behörden schließen jedoch Brandstiftung nicht aus. In Frankreich wurden Tesla-Schnellladestationen, sogenannte Supercharger, zum Ziel gezielter Brandanschläge, bei denen die Täter die Botschaft „Campagne anti-Tesla - Bornes to burn“ hinterließen. Auch andere Tesla-Fahrzeuge, wie das des Bürgermeisters von- Saint-Paul-lès-Dax in Frankreich, wurden beschädigt.
Mitte März kam es auch in Berlin zu Brandanschlägen, bei denen Tesla-Autos das Ziel waren. Drei Fahrzeuge brannten laut Medienberichten in verschiedenen Straßen in Berlin-Steglitz. Zuvor hatte bereits ein Fahrzeug in der Neuen Krugallee in Berlin-Plänterwald gebrannt. Bei den Anschlägen wurden weitere Autos beschädigt, die neben den brennenden Fahrzeugen standen.
Eigene Taskforce gegründet
In den USA hat der politische Kontext dieser Vandalenakte eine neue Dimension erreicht. So erklärte US-Präsident Donald Trump, die zunehmenden Angriffe auf Tesla seien als „inländischer Terrorismus“ einzustufen, und die Generalstaatsanwältin von Florida, Pam Bondi, kündigte harte Strafen für die Täter an. Zudem hat das FBI jetzt eine eigene Taskforce gegründet, um gegen diese Anschläge vorzugehen.